Internet Seiten ohne Suchmaschinen Optimierung ist wie nachts im dunkeln ohne Taschenlampe
Quelle1
Google entfernt auf seinen Ergebnisseiten Einträge wegen gesetzlicher Auflagen. Da Google in verschiedenen Ländern Zweigstellen unterhält, variieren auch die Art und das Ausmaß der Entfernung von Ergebnissen. Die zensierten Einträge lassen sich in zwei Gruppen einteilen.Die erste Gruppe umfasst Websites, die Inhalte anbieten, obwohl sie nicht das Urheberrecht oder eine entsprechende Genehmigung dazu besitzen. Dazu gehörten anfangs vor allem Websites, die geschütztes Material der Church of Scientology anboten. Mittlerweile entfernt Google alle Inhalte, für die jemand bei Google eine infringement notification (etwa: Rechtsverletzungsbescheid) gemäß dem US-amerikanischen DMCA-Gesetz einreicht . Wird auf einer bestimmten Google-Ergebnisseite ein Eintrag aus diesem Grund unterdrückt, blendet Google unten auf der Seite einen entsprechenden Hinweis ein (Beispiel: [8],
funktionierend am 30. Januar 2006).Kritik an Google wird vor allem wegen der zweiten Gruppe von Eingriffen in den eigenen
automatisierten Ranking-Betrieb laut. Dabei werden Ergebnisse entfernt, weil die Verbreitung der Inhalte auf den Seiten, auf die verwiesen wird, in dem betreffenden Land verboten ist.So werden auf Google.de und Google.fr (der deutschen bzw. französischsprachigen Domain
der Suchmaschine) einige Seiten mit Inhalten entfernt, die strafbar sind, in Deutschland z.B.
nach §130 StGB (”Volksverhetzung”). Die Gesetzgebung in Frankreich und Deutschland verbietet das Anbieten solcher Inhalte. Neben der eigentlichen Zensur wird auch Kritik an Googles Informationspolitik geübt. Google beschränkt sich auf den eigenen Hilfeseiten auf einen allgemeinen Hinweis, dass nur aufgrund lokaler Vorschriften Ergebnisse entfernt werden, dies aber mit einer Einblendung gekennzeichnet wird. Tatsächlich findet eine solche
Einblendung in manchen Fällen aber nach wie vor nicht statt (Stand Januar 2006).Besonderes Aufsehen erlangte Googles am 25. Januar 2006 freigeschaltete chinesische Suchmaschine Google.cn (Meldung [9]). Wie bei der deutschen und französischen Ausgabe ist das Ausmaß der Filterungen von den Behörden vorgeschrieben. Im Falle Chinas ist wegen der spezifischen Gewichtung verbotener Texte, die Filterung entsprechend intensiver,
gleichwohl aber in Uebereinstimung mit den Gesetzen. In der Ausschlussliste finden sich Begriffe wie ??? (Falungong), ?? (Aufstand vom 4. Juni, Tian’anmen-Massaker 1989) oder ???? (Unabhängigkeit für Taiwan). Seiten, die den chinesischen Behörden nicht gefallen, werden nicht aufgelistet und bei Eingabe der Begriffe sind nur noch Seiten zu finden, die einen regierungsfreundlichen Tenor aufweisen. Google weist Nutzer bei der Suche
nach Begriffen, die auf der Zensurliste stehen, auf die Entfernungen hin.Kritiker verurteilen das Vorgehen von Google Inc. als Anbiedern aus Profitgründen an die chinesische Regierung mit ihren immer noch praktizierten Menschenrechtsverletzungen (Beispiel [10]). Google entgegnet, dass man die aufgelegten Einschränkungen mißbilligt, aber davon überzeugt sei, dass die zensierten Google-Ergebnisse eine Verbesserung gegenüber
dem Status Quo zuvor seien [11].Googles selbstgewähltes Firmenmotto Do nothing evil (Tu nichts Böses), gegen das sie nun in der Wahrnehmung der Kritiker verstoßen, ist zusammen mit Googles hohem Marktanteil ein Grund dafür, dass der Protest gegen das China-Geschäft größer ist als bei den Konkurrenten Yahoo! und MSN Search, die bereits mit ähnlichen Filterungen auf dem chinesischen Markt vertreten sind.
Artikel Google. In: Wikipedia, Die freie Enzyklopädie. Bearbeitungsstand: 22. März 2006, 21:58 UTC. URL: http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Google&oldid=14929871 (Abgerufen: 23. März 2006, 16:46 UTC)